Thomas Bernhard über Österreichs Städte – Städtebeschimpfungen

28.08.2022Ex librisÖ1Peter Simonischek und Michael König —   –  Details

Thomas Bernhard

55 Jahre Ö1 – 55 Jahre Literatur aus Österreich — «Städtebeschimpfungen». Von Thomas Bernhard. Die österreichischen Orte. Mit Peter Simonischek und Michael König. Regie: Götz Fritsch (HR/BR/ORF 2017) — «Ich gehöre zu den Menschen, die im Grunde keinen Ort auf der Welt aushalten, und die nur glücklich sind zwischen den Orten, von denen sie weg- und auf sie zufahren», schrieb Thomas Bernhard (* 9. Februar 1931 in Heerlen, Niederlande; ? 12. Februar 1989 in Gmunden) in «Wittgensteins Neffe».

«Die Stadt Wien ist eine einzige stumpfsinnige Niederträchtigkeit», heißt es in «Heldenplatz» und «In Graz muss niemand gewesen sein». Und Altaussee? «Altaussee habe ich immer gehasst. … Ich weiß schon, warum ich in Altaussee keine Luft bekomme. Es ist nicht nur wegen der Berge. Es ist wegen der vielen Nazis, die dort ansässig sind. Die schönsten Gegenden Österreichs haben immer die meisten Nazis angezogen: Salzburg, Gmunden, Altaussee.» (aus «Elisabeth II.»). Raimund Fellinger, langjähriger Lektor bei Suhrkamp, hat aus unterschiedlichen Werken Thomas Bernhards dessen «Städtebeschimpfungen» kompiliert. Diese Produktion ist 2017 als Koproduktion des Hessischen Rundfunks, des Bayerischen Rundfunks und des Österreichischen Rundfunks entstanden und auch auf 3 CDs erschienen. Sie erhielt 2018 den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.

 
 

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